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Heizung bleibt kalt: Was Sie selbst prüfen können

Ein kalter Heizkörper oder die ganze Heizung aus: Diese Punkte können Sie prüfen, bevor Sie den Notdienst rufen. Oft ist die Ursache kleiner, als es aussieht.

Veröffentlicht
Lesedauer
3 Min.
Thema
Heizung
Heizsaison
November im Heizjahr
Inhalt (3 Abschnitte)

Bevor Sie den Notdienst rufen, lohnt sich ein Blick auf ein paar Punkte. Oft ist die Ursache klein, und Sie sparen sich die Kosten für einen Einsatz.

Bei Gasgeruch gilt etwas anderes: keine Schalter betätigen, Fenster öffnen, das Gebäude verlassen und von draußen die 112 oder den Entstörungsdienst Ihres Gasversorgers anrufen. Alles Weitere in diesem Beitrag gilt erst danach.

Bleibt nur ein Heizkörper kalt?

Dann liegt es fast nie am Kessel.

  • Luft im Heizkörper: Er gluckert, ist oben kalt und unten warm. Entlüften hilft, siehe Heizkörper entlüften und Wasser nachfüllen.
  • Festsitzender Ventilstift: Nach dem Sommer klemmt oft der kleine Metallstift im Ventil unter dem Thermostatkopf. Schrauben Sie den Kopf ab, meist hält ihn eine Überwurfmutter oder ein Klemmring. Drücken Sie den Stift dann ein paar Mal vorsichtig hinein. Er sollte von selbst wieder herauskommen. Bewegt er sich gar nicht, rufen Sie an, statt mit Gewalt zu arbeiten.
  • Defekter Thermostatkopf: Wird der Heizkörper warm, sobald der Kopf abgeschraubt ist, liegt es am Kopf. Ein neuer kostet im Baumarkt nicht viel. Achten Sie beim Kauf auf den Hersteller des Ventils, damit das Gewinde passt.

Bleibt die ganze Heizung kalt?

Gehen Sie diese Punkte der Reihe nach durch:

  1. Strom: Leuchtet das Display am Kessel? Prüfen Sie die Sicherung und, falls vorhanden, den Heizungsnotschalter. Er sitzt meist außen neben der Tür zum Heizungsraum, sieht aus wie ein Lichtschalter und wird deshalb leicht aus Versehen ausgeschaltet.
  2. Sommerbetrieb: Kommt warmes Wasser aus dem Hahn, aber keine Wärme an den Heizkörpern? Dann steht die Anlage womöglich noch auf Sommerbetrieb, oder das Zeitprogramm ist im Absenkbetrieb.
  3. Raumthermostat: Wird die Heizung über ein Raumthermostat oder eine Funksteuerung geregelt, prüfen Sie die Batterien und die eingestellte Temperatur.
  4. Anlagendruck: Das Manometer am Kessel zeigt den Druck im Heizungskreis. Bei Einfamilienhäusern liegt er im kalten Zustand meist zwischen 1 und 2 bar. Ist er deutlich niedriger, schaltet die Anlage zum Schutz ab. Wie Sie Wasser nachfüllen, steht in der Anleitung zum Nachfüllen.
  5. Störungsanzeige: Zeigt das Display einen Fehlercode oder blinkt eine Störungsleuchte, schlagen Sie den Code in der Bedienungsanleitung nach. Einmal mit der Reset-Taste entstören ist in Ordnung. Kommt die Störung sofort wieder, drücken Sie nicht weiter: Dann hat die Anlage einen Grund, abzuschalten.
  6. Brennstoff: Ist der Gashahn vor dem Kessel offen? Bei einer Ölheizung: Ist noch genug im Tank?

Wann Sie anrufen sollten

  • Die Störung kommt nach dem Entstören wieder.
  • Der Druck fällt nach dem Nachfüllen erneut ab.
  • Am Kessel oder an Leitungen tritt Wasser aus.
  • Der Brenner knallt beim Zünden oder macht ungewohnte Geräusche.
  • Sie sind sich bei einem der Schritte unsicher.

Nennen Sie uns am Telefon den Hersteller, den Fehlercode und was Sie schon geprüft haben. Das spart bei der Fehlersuche Zeit. Unseren Notdienst erreichen Sie rund um die Uhr.

In einer Mietwohnung ist in der Regel der Vermieter oder die Hausverwaltung für die Heizung zuständig. Wenn keine Gefahr besteht, melden Sie den Ausfall zuerst dort.

Schlagworte

  • Heizung
  • Störung
  • Notdienst
  • Heizkörper
  • Duisburg

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